Hauseinführungssysteme sind anerkannte Regel der Technik

Die Einführung der Rohre und Kabel für die Hausversorgung muss zuverlässig gas- und wasserdicht sein. Das fordern DIN 18195 und DIN 18322, ergänzt durch die Technische Regel VP 601 der DVGW. Die Praxis ignoriert jedoch häufig diese Vorschriften. Improvisierte Baustellenlösungen führen immer wieder zu Problemen. Sie können Planer und Verarbeiter in rechtlich schwierige Situationen bringen. Die Lösung sind industriell gefertigte Hauseinführungssysteme. Sie gelten inzwischen als anerkannte Regel der Technik und setzen sich immer mehr durch. Um ihren Einsatz noch einfacher zu gestalten, treibt der FHRK jetzt eine Standardisierung der Systeme voran.

„Versorgungsleiten sollen langfristig dicht sein, im Gebäude wenig Platz einnehmen und spätere Nachbelegungen zulassen“, wünschen sich Planer und Hausbesitzer in spé. Um diesen Anforderungen zu entsprechen, entwickelte die Industrie Hauseinführungssysteme. Diese bestehen aus einer Ringraumdichtung für die Aufnahme einer oder mehrerer Ver- oder Entsorgungsleitungen und einem Futterrohr. Durch ihre vor Ort gepressten Gummidichtungen sind diese DVGW-zugelassenen Hauseinführungen dauerhaft gas- und wasserdicht. Weder Schleichgase noch Feuchtigkeit bzw. Wasser können in das Gebäude eindringen. Anschließende Leerrohre für die Kabel und Rohre vereinfachen den Bauablauf und erlauben jederzeit einen Austausch der Leitungen. Die Verlegungsgräben müssen nicht offen bleiben, bis die Versorgungsunternehmen Zeit hatten, ihre Leitungen zu verlegen. Sie können sofort nach der Leerrohrverlegung verfüllt werden.

Besonders Platz sparend sind Mehrsparten-Hauseinführungen. Das Gebäude benötigt nur eine Durchdringung für die Hausversorgung mit Strom, Wasser, Gas oder Fernwärme sowie Telekommunikation. Das erhöht die Sicherheit und minimiert die Installationsfläche im Gebäude. Damit jeder Versorger genügend Platz für seine Rohre und Kabel vorfindet, empfiehlt der FHRK, im Haus eine vorgefertigte Installationswand, wie z.B. das elwega-System, vorzusehen. Dieses spart Platz und löst Abstimmungsprobleme zwischen den einzelnen Gewerken auf der Raumseite.

Mehr Informationen zu Hauseinführungssystemen finden sich auf der Homepage des FHRK. Der Fachverband Hauseinführungen für Rohre und Kabel e.V informiert zusätzlich mit kostenlosen Broschüren. Mail: info@fhrk.de, Fon 0385 20888959, Internet: www.fhrk.de.

Einsparten Hauseinführungen schützen das Gebäude gegen Gas- und Wassereintritt

Mehrsparten-Hauseinführungssysteme bündeln die Versorgungsleitungen. Das Gebäude benötigt nur eine Durchdringung